„Das Ich hat gewisse Wachstumsbedingungen. Es ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selbst macht. Solche, die andere an seiner Stelle machen, sind ihm nicht nur nicht Hilfe, sondern schwächen es nur.“(Jacques Lusseyran)
Von diesem Ich ausgehend sind wir fähig, unsere Aufmerksamkeit auf das Seelengeschehen zu richten und uns selbst zu verändern.
In der Wahrnehmung verinnerlichen wir die Außenwelt; es lebt in uns das Bedürfnis, die Eindrücke mögen uns ein wahres Bild des Lebens zeigen. Denn jede Einseitigkeit im Wahrnehmungsprozess stört unser Innenleben und setzt uns in ein illusionäres Verhältnis zur Welt und zu uns selbst.
Im Denken verbinden wir unsere Eindrücke mit Sinn und Wesen des Weltganzen. Das Denken kann so lebendig und kraftvoll werden, dass es uns zu dem lebendigem Seelischen und Geistigen hinführt.
Ilse K. Müller, geboren 1951, Studium der Germanistik, Philosophie und Mathematik in Heidelberg. Entwicklung der Seelen- und Erkenntnisübungen. Seit 1981 Mitarbeiterin im Michael Therapeutikum.
Seminartätigkeiten in verschiedenen Städten, Dozentin am Institut für anthroposophisch orientierte Psychotherapie.
Schwerpunkte: Wahrnehmungsschulung, Substanz- und Pflanzenbetrachtungen, Wege zur Verlebendigung des Denkens, therapeutische Arbeit mit Erwachsenen.