Die eurythmische Bewegung kann uns auf vielerlei Weise anregen.
In ihrer künstlerischen Gestaltung, in der sie Texten oder Musik in der Bewegung Ausdruck verleiht, lädt sie ein, innerlich und äußerlich beweglich
und regsam zu sein, von einem Motiv zum nächsten zu schwingen und in den Zwischenräumen das eigentlich Bewegende zu finden.
In der Heileurythmie verweilen wir bei einer Gebärde, einer Stimmung. Wir suchen durch eine tiefe, immer wieder aufgesuchte Begegnung mit dem, was eine
Lautbewegung uns geben kann, unsere Selbstheilungskräfte zu stärken.
Die hygienische Eurythmie steht zwischen Heileurythmie und Kunsteurythmie. Mit der Kunsteurythmie hat sie gemeinsam, dass sie sich an alle Menschen richtet,
die Freude an der Bewegung haben. Mit der Heileurythmie verbindet sie, dass die Bewegung sich nicht auf die Gestaltung von Texten oder Musik richtet, sondern auf
das Befinden des Bewegenden selber. In der ruhigen, atmenden Bewegung zwischen eigener Mitte und Umkreis, zwischen sich hingeben und sich wiederfinden,
kräftigen und harmonisieren wir uns selbst.
So kann Eurythmie für jeden, ob künstlerisch, hygienisch oder therapeutisch ausgeübt, eine Quelle von Lebenskraft und Lebensfreude werden.